Oberspier - Herzlich Willkommen
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Der Heimat- und Geschichtsverein „Otto Fleischhauer" Oberspier e.V. wurde 1995 gegründet und 1998 als Verein im Vereinsregister registriert.
Der Verein beschäftigt sich mit der Geschichte des Ortes Oberspier und seiner Menschen sowie der unmittelbaren Umgebung. Als Verein mit 15 Mitgliedern sind wir zwar der kleinste Verein von Oberspier aber wir schreiben die Ortsgeschichte nicht nur auf sondern schreiben sie auch heute mit.

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Ansprechpartner: Vorsitzende Frau Erika Müller, OT. Oberspier, Hinter den Feldgärten 14, 99706 Sondershausen


10 Jahre Heimat- und Geschichtsverein ,"Otto Fleischhauer" Oberspier e. V.

Im September des Jahres 1995 hatten sich 9 Heimatfreunde in Oberspier zusammen gefunden und die Gründung eines Heimat- und Geschichtsvereins beschlossen.
Es wurde eine Satzung erarbeitet und ein Vorstand gewählt.
Die beim Gericht eingereichten Unterlagen wiesen einige Formfehler auf und so erfolgte die offizielle Eintragung und Anerkennung als gemeinnütziger Verein erst nach drei Jahren am 15.10.1998.

In diesen drei Jahren der Gründungsphase war der Verein nicht untätig. Wir beteiligten uns an der Gestaltung der Dorffeste. Später führten wir eine Flurbegehung mit dem Heimatfreund V. Hartmann durch, welcher uns die Funde aus der früh geschichtlichen Besiedlung unseres Ortes erklärte und uns diese Epoche darbrachte, damit wir uns erst mal mit der Ur- und Frühgeschichte beschäftigten, denn für fast alle unsere Mitglieder war das ganz neu.

Wir beschäftigten uns bewusst mit Funden aus dieser Zeit und aus unserer Umgebung, wie z.B. Feuersteinwerkzeuge, Bandkeramik, Keramiken aus dem frühen Mittelalter und ähnliches. Die Erforschung der Ortsgeschichte von Oberspier stand für uns an erster Stelle. Dabei spielte die Ortschronik "Ein Dorfbild aus alter und neuer Zeit" von Otto Fleischhauer eine große Rolle.
Was für uns Anlass war, zu untersuchen, wer dieser Otto Fleischhauer war. Dabei fanden wir heraus, dass er nicht nur ein Pfarrer von 1884 -1927 in unserem Ort war und viel für den Erhalt des sehr alten Kirchengebäudes getan hat sondern dass er in den verschiedensten Bereichen des Dorfes Oberspier und seiner Umgebung tätig war.

Was uns besonders fasziniert hat war, dass er als volkverbundener, humorvoller, offener, allen gesellschaftlichen Entwicklungen zugetaner Mensch gewirkt hat.
Seine große Liebe galt den Menschen und etwas dafür zu tun, das gesellschaftliche und besonders das kulturelle Leben mit zu gestalten, was aus seiner Mitarbeit in den verschiedenen Vereinen hervorgeht. Wir können ihn heute als Heimatdichter bezeichnen.
Dieser Mann hat uns soviel voraus, dass wir unserem Verein seinen Namen gegeben haben.
Bisher haben wir 28 Werke von Ihm gefunden (leider oft nur den Titel) unter anderem Theaterstücke im Hainleitedialekt geschrieben, Balladen über Besonderheiten in Oberspier und Umgebung sowie Gedichte und Romane. Eine Besonderheit aus seinen Werken, war der Hinweis für uns auf die sogenannte Mutterblutbuche, was wiederum ein Grund für die Mitglieder unseres Vereins war in Archiven nachzuforschen.

Bei der Durchsicht alter Zeitungsartikel, Akten und anderer Schriftstücke tauchte immer wieder die Blutbuche aus dem oberspierschen Forstrevier auf.
Umfangreiche Nachforschungen ergaben, dass dieser Baum die Mutter aller Blutbuchen von Deutschland war und das Pfropfreiser von ihr in alle Welt verschickt wurden.
Später fanden wir gemeinsam mit dem Revierförster und Heimatfreund V. Hartmann den ungefähren Standort dieses Baumes.

Unser Mitglied G. Ahrens, der sich gerade mit dem Internet zu beschäftigen begann, nutzte diese neue Möglichkeit der Information, die Welt über die Blutbuche auszufragen und Herr Dr. Roskothen von "Multimedia Pro" half ihm dabei und wir stellten fest, dass fast nichts über Blutbuchen zu erfahren war. Die Idee eine Homepage über Oberspier und die Blutbuche ins Internet zu setzen wurde 1997 verwirklicht.
Wir konnten dadurch feststellen, dass die Entstehung der Blutbuche interessanter war als erhofft und es konnte bestätigt werden, dass dieser Baum eine Besonderheit ist und dass die Entstehung dieses Wunders nur im oberspierschen Forstrevier zu finden ist.

Der Heimat- und Geschichtsverein hat sich in dieser Zeit entschlossen, etwas dafür zu tun, dass der Standort und die Bedeutung der Mutterblutbuche wieder als Besonderheit Anerkennung finden sollte.
Eine von uns organisierte gemeinsame Wanderung mit dem Hainleitewanderklub, dem Forstamt Sondershausen sowie interessierten Bürgern und ein Zeitungsbericht darüber, machte die Bevölkerung aufmerksam.
Auch die verantwortlichen des Naturparks "Kyffhäuser" interessierten wir dafür, mit dem Ergebnis, dass am Standort eine Schautafel aufgestellt wurde, für die wir die Zuarbeit leisteten.
In würdiger Form und einem kräftigen Schluck Blutbuchensaft wurde diese Schautafel am 11. Mai 1998 übergeben. Aber nicht nur reden wollten wir über die Blutbuche, nein wir haben auch eine ganze Reihe davon in unserem Ort gepflanzt:

- auf der Stäte und auf dem Friedhof durch V.Hartmann,
- auf dem Friedhof eine von den oberspierschen Bürgern gestiftete Trauerblutbuche
- auf dem "Teich" zwei Exemplare von einem 78jährigen Baumfreund aus Buchfahrt

Für die Markierung der Wanderwege haben die Mitglieder V.Hartmann, E. Müller und H. Nagel sowie die damalige Ortschronistin M. Aschoff eine Zuarbeit geleistet und die Wanderwege in unserer Flur mit festgelegt, u, a. den Blutbuchenweg.
Und ab 1.1.2000 gibt es in Oberspier eine Blutbuchenstraße, was sich aus der Umbenennung der Straßennamen ergab, an deren Vorbereitung sich unser Verein wesentlich beteiligt hat.
Vorgenommen hatten wir uns außerdem, ein Heimatzimmer einzurichten. Dafür wurde uns im Jugendklubgebäude vom Bürgermeister ein Raum übergeben, den wir uns ausbauen konnten. Es wurde durch die Heimatfreundin E. Müller der Ausbau organisiert. G.Ahrens sorgte dafür, dass der Holzfußboden rekonstruiert und in alter Schönheit erhalten blieb. Durch die Stadtverwaltung Sondershausen erhielten wir Möbel und Vitrinen.

Am 28. Oktober 2000 konnten wir die Heimatstube als kleines Museumübergeben.
Anlässlich der 925. Wiederkehr der Ereignisse auf dem Felde von Spihara um Heinrich den IV. wurde in der Turnhalle eine Festveranstaltung durchgeführt. Dazu hat der Heimat und Geschichtsverein die Vorbereitungen und die Organisation übernommen. Ein wichtiger Abschnitt aus unserer Regionalgeschichte konnte damit beleuchtet werden.

Ein großes Projekt hatten wir uns mit der Rettung des Possenturmes vorgenommen.
Der Turm stand kurz vor der Schließung, weil die Bausubstanz so schlecht war, dass er bauaufsichtlich gesperrt werden musste, und damit das europaweit einmalige historisches achteckige Bauwerk von der touristischen Bildfläche verschwinden sollte.

Mit den Miniaturpossentürmen der FA. 3D Schilling die vom Dr. Schilling zur Verfügung gestellt wurden haben wir eine Spendenaktion ins Leben gerufen und viele Interessenten gewonnen, die sich mit diesem Denkmal beschäftigten. Unterstützung bekamen wir durch Dr. Weißenborn der Stadtverwaltung der dafür sorgte, dass das Projekt "Possenturm" in den Haushalt der Stadt aufgenommen und so die Voraussetzung für die Erhaltung der Turmes geschaffen wurde.
Dr. Roskothen, der inzwischen Mitglied unseres Vereins ist, hat über das Internet den Possenturm und die Spendenaktion populär gemacht. Die Kyffhäusersparkasse richtete ein kostenloses Spendenkonto ein.
Ein Logo für diese Aktion - ein Possenturm der Danke sagt - wurde von Anke Pfeil entworfen und dem Verein übergeben.

Viele Aktionen folgten.
Wie zum Beispiel das Projekt einer Klasse der Förderschule Sondershausen zur Rettung des Possenturmes wofür sie damit in Berlin mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Der Possenturm wurde 2004 wieder für die Besucher frei gegeben.

Unserer weitere Arbeit war unter anderem die Publikation der verschiedenen geschichtlichen Schwerpunkte. In Form von kleinen Heftchen gestaltet von Hanna Nagel haben wir geschichtliche Ereignisse und Sehenswürdigkeitenden Bürgen näher gebracht.
Bereits liegen vor:

- St. Johannis Kirche zu Oberspier
- Die Mutterblutbuche
- Die Rasselbockjagd
- Zwei Merkwürdigkeiten von Sondershausen
- Lustige Geschichten aus Oberspier
- Sagen aus Oberspier und dem Kyffhäuserkreis

Auch zur Gestaltung des kulturellen Lebens in unserem Ort tragen wir bei:

- Dorffeste mit Wissensquiz über Oberspier und Fotowettbewerb, Bogenschießen
-1998 Herausgabe eines Kalenders anl. der Eingemeindung von Oberspier nach   Sondershausen
- Teilnahme an Wanderungen mit dem Hainleite Wanderklub
- Gestaltung von Seniorennachmittagen
- Schatzsuche- Feriengestaltung mit Kindern
- Organisation Tag des offenen Denkmal in der Kirche und Heimatstube,
- Durchführung des Kinder-, Jugend, und Straßenfestes

Unser derzeitiges Projekt ist die Unterstützung der Erhaltung unserer St. Johanniskirche Oberspier.


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